Hanseaticum - Department für Plastische und Ästhetische Chirurgie

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Tradition trifft Innovation

60 Jahre chirurgische Expertise in dritter Generation

Der biologische Beauty-Boost: Exosomen im Fokus der ästhetischen Medizin

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Fettabsaugung Behandlung: Buccal Fat Removal

Exosomen sind einer der aktuell spannendsten Trends in der ästhetischen Medizin – und neu im Behandlungsspektrum des HANSEATICUM. Die Idee dahinter: Die Haut nicht einfach auffüllen, sondern ihre natürliche Regeneration gezielt aktivieren.

Wer sich heute mit moderner Hautverjüngung beschäftigt, erkennt schnell einen Wandel: Der Fokus verschiebt sich von der reinen Faltenkorrektur hin zu echter Regeneration der Haut. Statt einzelne Falten aufzufüllen, geht es zunehmend darum, die Hautstruktur nachhaltig zu verbessern – und dabei ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen. Genau hier kommen Exosomen ins Spiel. In der ästhetischen Medizin gelten sie derzeit als einer der spannendsten Trends im Bereich Anti-Aging.

Was sich hinter diesem Begriff verbirgt, erklärt Dr. Cornelius Grüber: „Exosomen sind winzige Vesikel mit einer Größe von etwa 30 bis 150 Nanometern, die von Zellen freigesetzt werden. Man kann sie sich wie mikroskopisch kleine Informationspakete vorstellen. Sie enthalten Proteine, Lipide, RNA und zahlreiche weitere bioaktive Moleküle. Ihre wichtigste Aufgabe ist die interzelluläre Kommunikation, also die Übermittlung von Signalen von einer Zelle zur nächsten. So steuern sie Reparatur- und Regenerationsprozesse im Gewebe.“

Ursprünglich wurden Exosomen aus Nabelschnurmaterial gewonnen. Heute werden sie vor allem biotechnologisch und synthetisch hergestellt, insbesondere in Korea. Diese moderne Herstellung hat entscheidende Vorteile: Die Produkte sind rein, standardisiert, hochkonzentriert und unterliegen klaren Qualitätskontrollen.

Dr. Sonja Tomschik: „Im HANSEATICUM bieten wir neben der klassischen Anwendung über Medical Needling auch eine weiterführende Methode an: die Gewinnung körpereigener Exosomen aus dem Blut der Patientin oder des Patienten. Hierbei wird im ersten Schritt Blut entnommen und in einem speziellen Verfahren aufbereitet, sodass die darin enthaltenen regenerativen Signalstoffe isoliert werden können. Diese autologen Exosomen können anschließend gezielt in die Haut injiziert werden“.

Der entscheidende Vorteil dieser Methode liegt in ihrer Individualität. Da ausschließlich körpereigene Bestandteile verwendet werden, ist die Behandlung besonders biokompatibel und auf die persönlichen regenerativen Prozesse der Haut abgestimmt. Während die Anwendung über Needling vor allem oberflächliche und mittlere Hautschichten stimuliert, ermöglicht die Injektion eine gezielte Platzierung der Wirkstoffe in tieferen Gewebestrukturen.

Beide Verfahren verfolgen dabei das gleiche Ziel: die Aktivierung körpereigener Regenerationsprozesse. Je nach Hautzustand, Indikation und Behandlungsziel kann individuell entschieden werden, welche Methode – oder welche Kombination – den optimalen Effekt erzielt.

In der ästhetischen Medizin spricht man häufig von einer innovativen, schmerzarmen und risikoarmen Form der Stammzellentherapie. Streng genommen werden jedoch keine Stammzellen injiziert. Dr. Sonja Tomschik: „Wir nutzen nur die Signalstoffe, die Stammzellen so wirkungsvoll machen. Exosomen transportieren genau diese regenerativen Impulse, ohne dass lebende Zellen eingesetzt werden müssen.“

Wie Exosomen die Haut regenerieren

Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Kollagenproduktion der Haut. Elastinfasern verlieren an Qualität, die Haut wird dünner, verliert an Spannkraft und wirkt weniger frisch. Falten entstehen dabei nicht nur durch Volumenverlust, sondern vor allem durch strukturelle Veränderungen im Gewebe. Genau hier setzen Exosomen an. Sie aktivieren die sogenannten Fibroblasten, also jene Zellen, die für die Produktion von Kollagen und Elastin verantwortlich sind. Die übermittelten Signale regen Reparaturprozesse an, regulieren entzündliche Mikroprozesse und versetzen die Haut in einen regenerativen Zustand.

Die Folge kann eine deutlich verbesserte Hautstruktur sein: mehr Spannkraft, feinere Poren und ein insgesamt vitaleres Hautbild. Das Ziel dieser Behandlung ist daher nicht, Volumen aufzubauen, sondern die Haut dazu anzuregen, sich selbst zu erneuern.

Dr. Grüber: „Gerade bei reifer Haut ist dieser Ansatz besonders interessant. Während bei Jüngeren häufig Feuchtigkeitsdefizite im Vordergrund stehen, geht es bei älterer Haut eher um strukturellen Abbau, reduzierte Elastizität und eine geringere Zellaktivität. Exosomen greifen genau in diese biologischen Prozesse ein und fördern eine nachhaltige Regeneration.“

Wie die Behandlung funktioniert

Die im Labor hergestellten Exosomen werden in der Regel nicht injiziert. Anders als bei klassischen Faltenbehandlungen mit Hyaluronsäure oder bei Polynukleotiden – umgangssprachlich oft als „Lachssperma-Behandlung“ bezeichnet – werden Exosomen als hochkonzentrierte Emulsion auf die Haut aufgetragen. Mithilfe spezieller Verfahren gelangen sie anschließend in tiefere Hautschichten.

Besonders bewährt hat sich die Kombination mit Microneedling oder Medical Needling. Dabei entstehen durch feinste Nadeln Mikrokanäle in der Haut, über die die Wirkstoffe optimal eindringen können. Gleichzeitig stimuliert das Needling selbst die Kollagensynthese.

„Noch intensiver wirkt radiofrequenzgesteuertes Microneedling, das wir im HANSEATICUM anbieten“, erklärt Dr. Tomschik. „Hier verbindet sich mechanische Stimulation mit thermischer Energie. In der Dermis werden Kollagenfasern gezielt kontrahiert und die Neubildung von Kollagen angeregt.“ Die Exosomen unterstützen anschließend die Heilungsprozesse und verstärken die regenerative Antwort der Haut.

Auch die Kombination mit Sofwave, einem fokussierten Ultraschallverfahren zur Hautstraffung, kann besonders effektiv sein. Sofwave wirkt in der mittleren Dermis und stimuliert dort die Kollagenproduktion, ohne die Hautoberfläche zu verletzen. Werden anschließend Exosomen aufgetragen, können sie die aktivierten Prozesse zusätzlich modulieren und die Hautstraffung weiter verbessern.

Natürliche Ergebnisse statt Soforteffekt

Die Ergebnisse einer Exosomen-Behandlung zeigen sich nicht unmittelbar, sondern entwickeln sich über mehrere Wochen und sehen ganz natürlich aus. Die Haut wirkt nach und nach frischer, glatter und straffer. Viele Patientinnen und Patienten berichten von einem sichtbaren Glow, einer verbesserten Elastizität und einer insgesamt feineren Hauttextur. Auch Pigmentflecken, Aknenarben und Haarausfall können positiv beeinflusst werden, da Exosomen auch stimulierend auf Haarfollikel wirken können.

Exosomen, Hyaluron und Polynukleotide im Vergleich

Im Vergleich zu Exosomen verfolgen klassische Behandlungen ein anderes Konzept:

Hyaluronsäure wird injiziert, bindet Wasser und sorgt sofort für mehr Volumen. Das Ergebnis ist unmittelbar sichtbar. Hyaluronfiller sind ideal, wenn Falten gezielt aufgepolstert oder Gesichtskonturen modelliert werden sollen. Die Wirkung ist jedoch primär mechanisch.

Polynukleotide, häufig aus Lachssperma gewonnen, stimulieren ebenfalls regenerative Prozesse und verbessern die Hautfeuchtigkeit. Sie werden ebenfalls injiziert und eignen sich besonders für jüngere Haut, bei der erste Elastizitätsverluste sichtbar werden.

Exosomen zählen, wie auch die Polynukleotide, zu den so genannten Biostimulatoren. Im Gegensatz zu klassischen Fillern erzeugen sie selbst kein Volumen, sondern stoßen die hauteigenen Regenerationsprozesse an. Sie werden nicht injiziert, sondern über die Haut eingebracht und wirken vor allem über zelluläre Signalprozesse.

Der Trend zur regenerativen Ästhetik

Der Trend in der modernen ästhetischen Medizin geht zunehmend in Richtung biologischer und regenerativer Verfahren. Ziel ist es, die Haut wieder in einen Zustand zu versetzen, in dem sie selbst leistungsfähiger arbeitet. „Exosomen stehen exemplarisch für diesen Wandel“, sagt Dr. Grüber. „Sie verbinden wissenschaftliches Verständnis von interzellulärer Kommunikation mit technologischer Präzision und minimaler Belastung für das Gewebe.“ Oder anders formuliert: Während klassische Unterspritzungen Strukturen ersetzen, helfen Exosomen der Haut, eigene Strukturen neu aufzubauen.

Genau deshalb gewinnen sie in modernen ästhetischen Praxen wie dem HANSEATICUM immer mehr an Bedeutung als innovative und zukunftsorientierte Option für eine natürliche, nachhaltige Hautverjüngung.