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Dr. Grüber im Interview auf STYLEBOOK.de

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Breast Cancer Awareness - Pre-Mastectomy

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Artikel

NACHGEFRAGT BEIM CHIRURGEN: Brustrekonstruktion nach Brustkrebs – Ablauf, Kosten, Risiken

Von Sylvia Petersen auf STYLEBOOK.de.

Nach der Diagnose „Brustkrebs“ kann es notwendig sein, Teile der Brust oder auch die ganze Brust zu entfernen. Viele Frauen lassen sich die Brust danach wieder aufbauen. Das geht mit Eigenfettgewebe oder Implantaten. Was ist besser und was sollten Betroffene sonst noch vor dem Eingriff wissen? STYLEBOOK sprach mit einem plastischen Chirurgen.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts fast 70.000 Frauen an Brustkrebs. Dabei kommt es auf den genauen Befund an, ob operiert werden muss. Manchmal reicht es aus, nur einen Teil der Brust zu entfernen. Mitunter muss die Brust auch vollständig abgenommen werden. „Je nach Krebsart ist es das Ziel, zumindest den Hautmantel der Brust zu erhalten und nur die Brustdrüse und gegebenenfalls die Brustwarze zu entfernen“, erklärt Dr. med. Cornelius Grüber, Facharzt und Mitbegründer des Hamburger Hanseaticum-Zentrums für Plastische und Ästhetische Chirurgie. „Das muss aber im Einzelfall besprochen und entschieden werden. Können Vorhof und Brustwarze erhalten bleiben, sieht das Ergebnis am Ende entsprechend natürlicher aus.“

Brustrekonstruktion mit Implantat

Brustentnahme und Brustrekonstruktion sind in der Regel eine Operation. Das bedeutet, dass der Chirurg zunächst entsprechend des Krebsbefundes Teile der Brust entfernt und anschließend die Brust wieder aufbaut. Entscheidet sich die Frau für ein Implantat, dauert die Brustentnahme und Brustrekonstruktion auf einer Seite etwa zwei Stunden. Nach der Operation kann es vorkommen, dass die Haut wie in Wellen über dem Implantat liegt. „Das bessert sich aber meistens nach nur wenigen Monaten und dann ist die Haut wieder glatt,“ versichert Dr. Grüber.

Eine häufige Komplikation, wenn die Brust anschließend bestrahlt werden muss, ist die Kapselfibrose. Die Haut ums Implantat verhärtet sich. „So eine Kapselfibrose ist sehr schmerzhaft und kann die Brust verformen“, erklärt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. „In so einem Fall muss dann noch einmal nachoperiert werden.“

Brustrekonstruktion mit Eigenfettgewebe

Man kann die Brust auch mit Eigengewebe wieder aufbauen oder das Implantat zusätzlich mit Eigengewebe stabilisieren, damit es besser sitzt und nicht verrutscht. „Das ist besonders dann ratsam, wenn viel von der Brust entnommen werden musste und nur noch sehr dünne Haut zurückbleibt“, erläutert Dr. Grüber. Das Gewebe entnimmt der Chirurg dem Bauch, Po oder der Oberschenkelinnenseite – je nachdem, wo es sich bei der Patientin anbietet. Auch wenn viele Frauen den Po bevorzugen, da sie dort vielleicht gerne etwas Fett verlieren möchten, bietet sich die Stelle leider nicht sehr gut an. Der Hamburger Facharzt erklärt, warum das so ist: „Das Fettgewebe am Po ist viel fester als das Brustdrüsengewebe, die Brust fühlt sich dann etwas komisch an.“

Eine Operation mit Eigengewebe ist deutlich aufwendiger und komplizierter als das bloße Einsetzen eines Implantats. „Eine Brustentnahme und Brustrekonstruktion mit Eigengewebe dauert zwischen vier bis sechs Stunden“, erklärt Dr. Grüber. „Man kann nicht einfach an einer Stelle des Körpers Gewebe entnehmen und es woanders einpflanzen. Das entnommene Gewebe muss mikrochirurgisch angeschlossen werden, damit es in dem Hautmantel der Brust sofort gut durchblutet wird. Sonst besteht das Risiko, dass das transplantierte Gewebe in der Brust abstirbt.“

Die Entnahme von Eigengewebe beinhaltet zudem einen weiteren Eingriff und damit erhöht sich automatisch auch das Risiko für Komplikationen. „Jeder Beteiligte an dieser OP muss sein Handwerk gut verstehen“, mahnt der Facharzt. „Das trifft auch auf den Narkosearzt zu, der genau Bescheid wissen muss, welche Medikamente er der Patientin geben darf. Manche Medikamente verengen die Blutgefäße und in der Folge kann sich das Implantat schwarz verfärben.“

Der Chirurg rät allen Betroffenen, sich gut beraten zu lassen: „Jede Frau sollte sich gut überlegen, welche Operation aktuell gerade zu ihr passt: Möchte ich alles auf einmal machen und dann hinter mir haben? Oder möchte ich es lieber nach und nach machen lassen?“ Dr. Grüber empfiehlt den Frauen, die sich unsicher sind, zunächst nur das Implantat einsetzen zu lassen: „Die Krebsdiagnose an sich kostet bereits viel Kraft, und man kann auch noch Jahre später diesen Eigengewebs-Transfer machen lassen.“

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