Neue „Ernte-Techniken“ bei der Behandlung mit Eigenfett

Ob zur Vergrößerung der Brust, zur Aufpolsterung des Pos, zur Verjüngung der Hände oder des Gesichts: Eigenfett-Unterspritzungen, auch Lipofilling genannt, sind immer öfter das Mittel der Wahl.

Dr. Tina Peters: „Der Erfolg des Eingriffs hängt vor allem von der Überlebensrate der Fettzellen ab.“ Durch eine neuartige „Ernte-Technik“ ist die Chance, dass die Zellen nach der Transplantation schnell Anschluss an ein Blutgefäß finden, anwachsen und langfristig überleben, auf bis zu 80 Prozent gestiegen. „Wir entnehmen Fettzellen jetzt separiert, anstatt Fett in größeren Klumpen zu ernten. Das Zentrifugieren entfällt und wir können die unbehandelten Zellen in feinen Lagen ins Gewebe injizieren.“ Der operative Aufwand ist bei Falten- oder Volumenbehandlungen mit Eigenfett zwar etwas größer, auf lange Sicht ist diese Methode jedoch kostengünstiger. Filler wie z.B. Hyaluronsäure werden je nach Präparat vom Körper innerhalb von 4 Monaten bis circa einem Jahr abgebaut, müssen daher regelmäßig nachgespritzt werden. Bei der Eigenfetttransplantation ist der erzielte Volumengewinn von Dauer. Die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist perfekt für Frauen, die keine Implantate möchten oder sie nicht vertragen. Die Fettzellen werden der gewünschten Form entsprechend eingepflanzt und müssen nicht der Standardform eines Herstellers folgen. Die so vergrößerte oder wieder aufgebaute Brust bleibt elastisch und beweglich und hat keine tastbaren Kanten. Sichtbare Schnitte an der Brust gibt es nicht. Die Methode bringt einen doppelten Gewinn: Die Fettzellen werden dort entnommen, wo die Patientinnen gut auf sie verzichten können, an den Oberschenkeln, den Hüften oder am Unterbauch.