Das HANSEATICUM berät die Barbara zu den Top 5 Beauty-Eingriffen

"Die hat doch was machen lassen!" - Dr. Grüber und Dr. Peters in der Barbara No. 6 zu Hyaluron-Filler, Vampir-Lifting und co.

Die hat doch was machen lassen

Wir haben das Gefühl, dass immer mehr Frauen ihre Fassadenarbeit mit mehr als nur guten Cremes erledigen. Was genau die da machen? Die Top 5 der verjüngenden Beauty-Eingriffe

Bügeln mit Faltenunterspritzung To Go

Was stört?
So drücken es Behandlungswillige beim Vorgespräch aus: "Ich seh aus, als hätte ich mir das Schlafen abgewöhnt." Oder: "Die Wutfalte auf der Stirn ist böse." Soll weg. Das Müde und Böse.
Was passiert?
Der Experte (Dermatologe oder Chirurg statt Pfuscher im Hinterzimmer!) legt die Muskulatur unter der Knautschzone lahm. Entspannt den Ausdruck, kann aber auch zur Häschen-zieht-Näschen-kraus-Mimik führen. Außerdem: Karl-Dall-Matschauge-Gefahr. Bleibt, bis das Nervengift verstoffwechselt ist, circa ein halbes Jahr.
Was bringt's?
Weniger Gesichtskino, dafür aber Faltenmilderung (ob 350 Euro). Wir finden's etwas lahm.

Fröhlicher mit Filler

Was stört?
Dieser fiese Möpp namens Schwerkraft — zieht im Laufe der Zeit einfach Wangen und Mundwinkel runter. Grund: Das Fettgewebe im Gesicht wird weniger (an Bauch und Hintern leider nicht). Sieht meist recht traurig aus. Sorgenzone bitte aufpolstern!
Was passiert?
Der Doc puffert mit Filler (meist Hyaluron) Hängebäckchen und Schützengräben um den Mund sowie meist auch die Lippen. Risiko: siehe Meg Ryan oder jüngst Verona Pooth.
Was bringt's?
Wieder mehr Babyface statt Sorgendackel. Recht nachhaltiges Investment (300 bis 1000 Euro, je nach Bedarf), da das Polster bis zu anderthalb Jahren hält. Aber bitte: Weniger ist mehr.

Lifting im Vampir-Style

Was stört?
Der Grauschleier über dem Knitterteint. Als müsste das Laken mal dringend gewaschen und gebügelt werden. Grund für die fiese Knautschzone ist auch hier: das schwindende Fettgewebe.
Was passiert?
Der Fachmann entnimmt Blut, extrahiert das hochwertige Plasma und spritzt es wieder unter die Haut oder bringt es per Microneedling (Nadelkissen) unter die Hülle. Diese Prozedur ist, logo, blutig und auch schmerzhaft, daher wird vorher eine betäubende Salbe aufgetragen. Das konzentrierte Plasma soll die Zellerneuerung pushen. Effekt: Glättung für Gesicht und Dekolleté. Dafür bis zu einer Woche kein Ausgang — das Gesicht kann anschwellen.
Was bringt's? Man sieht viel erholter aus, für rund 750 Euro. Prozedur muss aber alle sechs Monate wiederholt werden.

Heiß aufpolstern

Was stört?
Plisseefalten über der Lippe, Pergamenthaut ums Auge. An diesen Stellen beginnt oft das Gekräusel, weil wir hier leider dünnhäutig sind.
Was passiert?
Bei dem sogenannten Fractora Firm erhitzt der Experte zuerst die Haut per Radiofrequenz auf circa 41 Grad — das regt die Kollagenproduktion an. Die heiße Haut wird durch Microneedling leicht perforiert (gibt aber Betäubungscreme) und mit einem Wirkstoffcocktail aus Antioxidantien und Hyaluron versorgt. Rötungen und Schwellungen brauchen eine Woche zum Abklingen.
Was bringt's?
Grillen und perforieren ist krass, aber macht prall, ohne die Mimik lahmzulegen. Ist jedoch verrückt teuer: Bei 2000 Euro geht's los.

Oberlid-Straffung

Was stört?
Wenn das Augenlid ausleiert und irgendwann komplett den Lidstrich verdeckt. Kann bitte mal jemand das Rollo hochlassen? Ja. Nennt sich Lidstraffung, ist allerdings eine Mini-Operation.
Was passiert?
Der Chirurg schneidet überschüssige Haut am Lid weg und strafft den Muskel. Die Operation kann ambulant oder unter Narkose gemacht werden. Die Narbe liegt in der Lidfalte und ist somit recht gut versteckt. Risiko: Wird zu viel weggeschnitten, schließt das Auge nicht mehr. Dann ober gute Nacht. Für alle Profis ist der Eingriff allerdings eine Routinesache.
Was bringt's?
Kostet recht viel, rund 1800 Euro, aber macht echt wacher und frischer. Und zwar gute zehn Jahre lang. Damit ist dieser Eingriff der nachhaltigste unserer Top 5. 

Text: Stefanie Höfle