Allergan-Implantate: Machen Sie sich keine Sorgen

 Ende Juli hat die US-Arzneimittelbehörde FDA die Firma Allergan aufgefordert, texturierte BIOCELL Implantate vom US-Markt zu nehmen. In Europa lancierte die französische Regulierungsbehörde Agence Nationale de Sécurité du Médicament (ANSM) bereits im Dezember 2018 eine Rückrufaktion. Grund für den Verkaufsstopp war der Verfall der CE-Kennzeichnung für diese Produkte. Die Allergan-Implantate mit glatter Oberfläche sind nicht betroffen und nach wie vor zugelassen.

Obwohl die ANSM keine unmittelbaren Gesundheitsrisiken für Frauen mit texturierten Brustimplantaten identifiziert hat, herrscht große Verunsicherung. Denn bei Allergan-Implantaten mit aufgerauter Oberfläche soll das sehr vereinzelte Risiko bestehen, ein seltenes Lymphom zu begünstigen. Dabei handelt es sich um das „Brustimplantat-assoziierte anaplastische, großzellige Lymphom“ (BIA-ALCL).

Fakt ist: Es ist nicht erwiesen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an BIA-ALCL zu erkranken. Die Zahlen schwanken zwischen 1 zu 100 000 bis zu 3 von 100 Millionen Erkrankten pro Jahr. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist also sehr gering.

Sollten Sie sich Sorgen machen oder Fragen haben, können Sie sich jederzeit an das HANSEATICUM wenden und sich für einen kostenlosen Kontrolltermin anmelden. Dr. Cornelius Grüber: „Es gibt keinen Grund für vorschnelles Handeln und prophylaktisches Entfernen der Implantate. Nur ein Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie sollten mit der Patientin gemeinsam eine Entscheidung treffen. Uns im HANSEATICUM ist noch kein Fall vorgekommen, in dem ein Austausch der Implantate notwendig war.“

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Deutsche Gesellschaft der Plastischen,
Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) zur Implantatsicherheit:
www.dgpraec.de/patienten/sonderthemen/implantatsicherheit/

  Presseinformation des Herstellers Allergan: www.presseportal.de/pm/123103/4148