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Alterscodes kaschieren: Die Harmonie liegt im Detail

  • Chirurgie, Plastisch
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Sich jung fühlen und auch so aussehen – das sind verständliche Wünsche. Es gibt aber Stellen im Gesicht und am Körper, die Dritten fast immer das wahre Alter verraten, selbst, wenn das Gesicht bereits mit Botox und Hyaluronsäure geglättet wurde. „Zu den typischen Verrätern zählen vor allem altersbedingte Veränderungen an Händen, Hals, Nacken und in der Augenpartie“, sagt Dr. Sonja Tomschik. Die Plastisch-Ästhetische Chirurgin kennt sich mit den so genannten Alterscodes bestens aus und erzielt mit individuellen Behandlungskonzepten optimale Ergebnisse. „Es braucht ein geübtes Auge und viel Feingefühl, um ein stimmiges Gesamtbild zu erreichen. Meines Erachtens ist der wichtigste Faktor eines Schönheitseingriffs, die gesunde Balance zu finden. Es macht wenig Sinn, wenn Stirn und Wangen so glatt sind wie ein Spannbettlaken in einem Luxushotel, Hals und Hände aber eine ganz andere Geschichte erzählen.“

 

Spurensuche: Veränderungen, die das wahre Alter verraten 

  1. Das Mittelgesicht 

Anatomische Veränderungen des Schädelknochens und der sukzessive Verlust von Fettdepots, lassen das Mittelgesicht etwa ab dem 40. Lebensjahr absacken und einsinken. Knöcherne Strukturen treten deutlicher hervor und die Proportionen verändern sich. Die Lösung: Eine Augmentations-Behandlung mit hochviskoser Hyaluronsäure oder eine Behandlung mit Eigenfett gleichen den Volumen-Verlust aus, heben die Gesichtskonturen und stellen die Harmonie wieder her. 

  1. Die Tränenrinne 

Ab Mitte 40 erschlaffen die Muskeln und das Bindegewebe der Unterlider und lassen Fettansammlungen deutlicher hervortreten, die sich vorher unter der straffen Haut versteckt haben. Die Lösung: Eine sehr gezielte Unterspritzung mit hochvernetzter Hyaluronsäure oder – je nach Ausprägung – eine Unterlidstraffung.

  1. Die Querfalte auf dem Nasenrücken 

Diese Falte ist – ähnlich – wie die Zornesfalte ein Störer und wird von Psychologen als Persönlichkeitsmerkmal „Befehlsfalte“ genannt. Sie deutet auf Entscheidungsfreude hin und erscheint häufig bei Menschen in Führungspositionen. Sie ist aber schwieriger zu korrigieren, weil das Gewicht der absackenden Stirn die Wirkung die Behandlung mit Hyaluronsäure verkürzt. Die Lösung: Zur Unterpolsterung eignet sich ein stabilisiertes Hyaluronsäure-Gel, auf Dauer hilft ein Stirnlift. 

  1. Hängebäckchen 

Gefühlt entstehen sie über Nacht. Plötzlich sind links und rechts zwei kleine Ausbeulungen in der Kinnlinie – und stören. Ursache für die Hängebäckchen sind absackende Konturen, wenn das Fett der Wangen am Gesichtsrand absinkt. Die Lösung: Zum Ausgleich kann Hyaluronsäure die Kinnlinie wieder ebnen und die Ästhetik sofort verbessern. Längerfristig strafft und definiert eine Fettabsaugung mit der radiofrequenz-basierten Fractora- bzw. Face-Tite-Methode die Partie. Eine Alternative ist das Fadenlifting.

  1. Längsrillen am Hals 

Im Gegensatz zum Gesicht und anderen Körperzonen, ist die Haut in diesem Bereich deutlich feiner und mit weniger Talgdrüsen versorgt und altert ab Ende 40 schneller als andere Partien. Unterschiede zu einem geglätteten Gesicht fallen deshalb besonders auf. Die Lösung: Die tiefen Linien lassen sich – nach einer genauen Analyse – mit Botox und/oder dünnflüssiger Hyaluronsäure glätten. Am nachhaltigsten wirkt ein Halslifting, bei dem gleichzeitig die Kinnlinie gestrafft und ein Doppelkinn mit der Fractora-Methode korrigiert werden kann. 

  1. Trockenheitsfalten am Nacken

Bei der Pflege wird der Nackenbereich oft vergessen, weil wir ihn nicht im Blick haben. Deshalb verliert die Haut hier früh an Elastizität und entpuppt sich – gerade bei kurzen Haarschnitten oder Zopffrisuren – als hinterhältig.  Die Lösung: Oberflächliche Unterspritzungen mit unvernetzter Hyaluronsäure erhöhen die Feuchtigkeitsbindung und glätten die Hautstruktur. Je nach Ausprägung der Falten sind mehrere Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen notwendig.

  1. Finger und Handrücken 

Egal, wie jung das Gesicht wirkt: Ein kurzer Blick auf die Hände enttarnt das wahre Alter. Das Muskel- und Fettgewebe um die Fingerknochen und an den Handrücken nehmen im Alter ab. Dadurch werden die Hände knöchriger und die Fingergelenke haben einen größeren Umfang als die Fingerknochen, die Sehnen und Gefäße treten stärker hervor. Die Lösung: Ein Lipofilling mit Eigenfett polstert das Unterhautfettgewebe langfristig auf. Eine Alternative sind Unterspritzungen mit Hyaluronsäure. 

  1. Knie 

Ein schwaches Bindegewebe, starker Gewichtsverlust und der ganz normale Alterungsprozess lassen die Haut an den Knien erschlaffen oder führen zur einer ungünstigen Umverteilung der Fettdepots. Kein Sport und keine Diät der Welt bekommen das Problem in den Griff. Die Lösung: Eine minimal-invasive Liposuktion mit dem BodyTite-Verfahren. Dabei wird Fett mit einer ultrafeinen Kanüle abgesaugt und die Haut gleichzeitig gestrafft.