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Genitalchirurgie bei Frauen – mehr als bloß ästhetische Chirurgie

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Genitalchirurgie

Intimchirurgie – das weibliche Intimorgan im Fokus

Schönheitsoperationen an weiblichen Genitalien gehören in den letzten Jahren zu den immer gefragteren chirurgischen Eingriffen. Der Trend, einem Schönheitsideal nachzueifern, präsentiert von der Mode- und Medienwelt, gehört fast zum Alltag einer jeden Frau. Verstärkt wurde der Schönheitswahn durch Instagram und der Veröffentlichung von bis zur Unkenntlichkeit retuschierten Fotografien. Zusätzlich leben wir im Zeitalter, wo es fast gar keine Tabus mehr gibt. Die Präsentation des nackten weiblichen Körpers in Kunst, Kultur, Filmen, Werbung oder Internet gehört weniger zur Ausnahme als zur allgemeinen Regel. Die Nacktheit hat das Epitheton „intim“ fast vollständig verloren. Nichts ist mehr privat oder intim. Dadurch rückt auch das nackte weibliche Organ immer mehr in den Fokus. Vermehrt wird eine voll- oder teilrasierte Vagina als die Perfektion des Intimbereichs dargestellt. Angelehnt der allgemeingültigen Schönheitsnorm von Jugendlichkeit. Als Folge vergleichen sich immer mehr Frauen mit anderen Frauen. Ja viel mehr noch, sie vergleichen sich mit dem von der Gesellschaft vorgegebenen Idealbild der weiblichen Vagina und eifern diesem nach.

Entspricht man selbst nicht diesem Wunschbild, fühlen sich viele Frauen unsicher und leiden an Minderwertigkeitskomplexen, insbesondere sind junge Frauen davon betroffen. Immer mehr Frauen entscheiden sich aus gerade diesen Gründen für kosmetische Eingriffe. Der Plastische Chirurg soll dort helfen, wo Mutter Natur eventuell etwas nachlässig gewesen ist – vermeintlich. Schließlich liegt wahre Schönheit doch im Auge des Betrachters bzw. sollte sie es. Auf der anderen Seite sollte es jeder Frau frei zur Wahl gestellt werden, über ihren eigenen Körper zu bestimmen. Dazu gehört auch die Entscheidung zur plastischen Chirurgie – und die Intim-OP gehört eben dazu.

Eine Vagina-OP hat nicht bloß ästhetische Gründe

Plastische Chirurgie bietet viel mehr als bloß Schönheitskorrekturen. Genauso ist es auch bei der Genitalchirurgie bei Frauen. Nicht immer sind die Beweggründe bloß ästhetischer Natur. Vielfach können auch Funktionsstörungen, allgemeines Unwohlgefühl sowie psychische und physische Belastung die Hauptgründe für eine Scheiden-OP sein. Beispielsweise können zu große innere oder äußere Schamlippen zu unangenehmer Reibung führen und die Ausübung bestimmter Sportarten verhindern. Möglich sind auch Einschränkungen im sexuellen Bereich und Probleme bei der Intimhygiene. Ebenso können Geschwüre und Tumore an weiblichen Genitalien die Ursache von rekonstruktiven Eingriffen sein. Nicht zuletzt führen auch Geburten oder der normale Alterungsprozess mitunter zur Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur und im schlimmsten Falle zur Harninkontinenz. Alles belastende Faktoren für die betroffenen Frauen, welche nichts mit der Ästhetik zu tun haben. Genitalchirurgische Eingriffe bei Frauen finden im Regelfall aus medizinisch-funktionellen Gesichtspunkten statt und weniger aus dem Wunsch nach einer Designer-Vagina (volle äußere Schamlippen verdecken vollständig die inneren Schamlippen und die Klitoris).

Wichtig ist allerdings, dass sich Patientinnen vor einem bevorstehenden chirurgischen Eingriff an ihrem weiblichen Intimbereich ausführlich beraten lassen. Nicht selten entscheiden sich Frauen für eine Intim-OP aus den falschen Gründen oder haben unrealistische Erwartungen an das Endergebnis. Aus diesem Grund ist es entscheidend, sich an einen erfahrenen und kompetenten Plastischen und Ästhetischen Chirurgen beim Wunsch nach Intimchirurgie zu wenden. In einem ausführlichen Beratungsgespräch können anschließend die wahren Beweggründe besprochen werden sowie konkrete Möglichkeiten, etwaige Risiken und angestrebte Erfolge realistisch erörtert werden.

Behandlungsmethoden und Verfahren der Intimchirurgie

Die Genitalchirurgie bei Frauen bietet unterschiedliche Methoden und Behandlungswege, das körperliche Unwohlsein oder aber Funktionsstörungen der Vagina zu korrigieren. Alles mit dem Ziel, physische und psychische Beeinträchtigungen der Frau zu beseitigen. Je nach Ursache, Wunsch oder Motiv können sich Frauen für unterschiedliche plastisch-chirurgische Eingriffe entscheiden. Hier führen wir einige Behandlungsmethoden in der weiblichen Genitalchirurgie als Beispiele auf.

Schamlippenkorrektur bzw. Labioplastik

Die Schönheitsnorm des weiblichen Organs sieht vor, dass die Vagina einer geschlossenen Muschel ähnelt – symmetrische äußere Schamlippen verdecken dabei vollständig die inneren Schamlippen und die Klitoris. Dieses Wunschideal wird auch als Designer-Vagina bezeichnet. In der Realität ragen jedoch die inneren Labien (Schamlippen in der Fachsprache) meist bis zu zwei Zentimeter heraus und beeinträchtigen das symmetrische Erscheinungsbild. Auch die äußeren Labien entsprechen selten einer geschlossenen Muschel. Mit einem chirurgischen Eingriff ist es möglich, die inneren Schamlippen zu verkleinern, damit diese nicht mehr zwischen den äußeren Labien herausragen. Oder aber die äußeren Schamlippen dementsprechend zu vergrößern, dass sie dem Wunschbild der Patientin entsprechen. Eingriffe können sowohl unter lokaler Betäubung als auch unter Vollnarkose erfolgen. Ebenfalls bietet die Labioplastik die Möglichkeit, vorhandene Asymmetrien auszugleichen. Die Heilung nach einer Schamlippenkorrektur dauert einige Wochen. Gleichzeitig ist der Intimbereich nach einer Schamlippenvergrößerung oder –verkleinerung sehr empfindlich, sodass sich sowohl Sport als auch Geschlechtsverkehr für eine Weile unangenehm anfühlen können.

Vaginalstraffung, bzw. Intimlifting

Vaginalstraffung, Intimlifting oder Vaginalverjüngung, drei Begriffe die alle das Gleiche bezeichnen, nämlich eine Vagina Schönheits-OP. Die Gründe für eine Vaginalstraffung sind vielseitig. Beispielsweise ist das Gewebe nach einigen Vaginalgeburten extrem gedehnt, sodass Frauen an Inkontinenz leiden. Ebenfalls tritt Inkontinenz im fortschreitenden Alter häufig auf und gehört zum weiteren möglichen Grund für ein Intimlifting. Ist der Vaginalgang dauerhaft geweitet, kann dies zu einem verminderten Lustempfinden für die Frau führen. Auch in solchen Fällen, entscheiden sich Frauen für eine Vaginalverjüngung. Die Verengung kann entweder mithilfe eines Lasers stattfinden oder mit Eigenfett. Beide Methoden sorgen für die gleichen Ergebnisse, einzig die Vorgehensweise, Dauer der Behandlung und der Heilungsprozess unterscheiden sich und sollten gründlich mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Hymenrekonstruktion

Das Hymen bzw. das Jungfernhäutchen ist eine sehr empfindliche Membran, welche beim ersten Geschlechtsverkehr reißt. Allerdings kann das Hymen auch bei der Nutzung von Tampons oder der Ausübung bestimmter Sportarten bereits vorzeitig reißen. In einigen Kulturen und Traditionen hat das Hymen einen hohen symbolischen Stellenwert. Frauen dürfen nur als Jungfrauen in die Ehe eingehen, andererseits müssen sie mit einem Stigma leben und werden als Aussätzige behandelt. Bereits nach lediglich einem chirurgischen Eingriff ist die Wiederherstellung des Jungfernhäutchen möglich. Der Heilungsprozess dauert bei einer Hymenrekonstruktion bis zu sechs Wochen, bzw. so lange bis sich die Fäden gelöst haben und das Hymen komplett wieder rekonstruiert ist.

Ebenfalls gehören die Venushügelkorrektur als auch das Vulva-Bleaching, G-Punkt-Unterspritzung und viele weitere Methoden zu den chirurgischen Eingriffen am weiblichen Intimbereich. Gewiss werden noch weitere folgen, denn der Wunsch nach Perfektionismus wird auch in Zukunft immer stärker dominieren – und dazu zählt auch eine perfekte Vagina.