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SOS bei Hitze: Injektionsbehandlung oder Schweißdrüsen-Entfernung

  • Chirurgie, Plastisch
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„Dicke schwitzen wie die Schweine“. Damit irrte sich Marius Müller-Westernhagen gleich doppelt in seinem Song. Denn Schweine schwitzen nie – sie haben gar keine Schweißdrüsen. Und Dicke schwitzen nicht unbedingt mehr als Dünne, weil es auf die körperliche Fitness ankommt. Sportmuffel schwitzen später als fitte Menschen, Leistungssportler deutlich früher als Untrainierte. Eines eint uns: Ab 29 Grad Lufttemperatur transpirieren alle Körper, selbst ruhende. Das ist ganz normal. 

1,5 Millionen Menschen macht der Sommer allerdings fertig. Sie leiden unter Hyperhidrose, einer übermäßigen Schweißproduktion. „In der Wissenschaft spricht man davon, wenn die Achselhöhle innerhalb von fünf Minuten mehr als 100 Milligramm Schweiß absondert“, sagt Dr. Cornelius Grüber. „Das ist ungefähr die fünffache Menge einer normalen Schweißproduktion. Sie tritt unter den Achseln, am Kopf, an Füßen und Händen auf.“ Menschen mit der so genannten primären Hyperhidrose leiden unter regelrechten Schweiß-Attacken. Sie stehen morgens vor dem Kleiderschrank und überlegen, welches Outfit mögliche Ausbrüche am besten versteckt oder streuen Puder in die Schuhe, damit die Socken trocken bleiben. Die sekundäre Hyperhidrose ist eine Folge von Diabetes, Übergewicht, Schilddrüsen-Fehlfunktion oder den Wechseljahren. Bei einer Hyperhidrose werden die Kosten auf Anfrage gegebenenfalls auch von der Krankenkasse übernommen. 

Das HANSEATICUM bietet aktuell zwei Möglichkeiten an, die Schweißproduktion einzudämmen: Eine Behandlung mit Botulinumtoxin und die Absaugung der Schweißdrüsen. Dr. Cornelius Grüber: „Die Injektionsbehandlung mit Mitteln, die die Nervenimpulse verringern, eignet sich für alle betroffenen Areale. Dabei wird ein- bis zweimal im Jahr eine kleine Menge des Nervengifts in die Haut der Achselhöhlen, Hände oder Füße gespritzt und innerhalb weniger Tage lässt die Schweißbildung deutlich bis vollständig nach.“ Da Hände und Füße schmerzempfindlich sind, ist die Injektion nicht gerade die helle Freude, aber auch schnell ausgestanden. Der Effekt hält bis zu neun Monate und kostet – je nach injizierter Menge – ab 600 Euro. Viele bringt eine Injektion gut durch einen heißen Sommer. 
Wer sich eine langfristige Lösung wünscht, kann sich die Schweißdrüsen entfernen lassen. „Wir wenden dabei eine wasserstrahlassistierte Absaugung an. Sie reduziert die Schweißbildung in den betroffenen Arealen um 70 bis 100 Prozent“, so Dr. Cornelius Grüber. Vor dem Eingriff werden die Hautpartien unter den Achselhöhlen mit einem Farbtest sichtbar gemacht und fotografiert. „Unter lokaler Betäubung setzen wir zwei kleine Schnitte an der Innenseite des Oberarms. Ein pulsierender Wasserstrahl löst die Haut schonend vom unterliegenden Gewebe, zerstört die in den unteren Hautschichten liegenden Schweißdrüsen und durchtrennt die feinen Nerven, die sie versorgen. Anschließend werden die gelösten Schweißdrüsen abgesaugt.“ Schmerzhaft ist die Entfernung nicht, es tritt nur ein leichtes Druckgefühl auf. Der Eingriff dauert rund eine halbe Stunde, die Haut wird mit einem Druckverband versorgt – und nach ein paar Tagen ist man wieder vollständig fit. Die Kosten betragen, je nach Befund, ab 2000 Euro. 

Zu einer dritten Lösung gegen Schwitzattacken läuft gerade eine Studie, die kurz vor dem Abschluss steht. Diese Methode setzt die Schweißdrüsen mit transdermaler Radiofrequenz Ablation (Fraktora) unter Druck und bringt sie mittels 4,5 Millimeter langen Nadeln zum Schmelzen. Das thermische Verfahren ist eine To-Go-Methode und wird demnächst im HANSEATICUM angeboten. Stay tuned!