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Das Brust OP-Risiko: Wie sich Komplikationen vermeiden lassen

  • Chirurgie, Plastisch
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Jeder chirurgische Eingriff ist mit Risiken verbunden. Bei einer Brust-OP passiert es allerdings heute sehr selten, dass Komplikationen auftreten, wenn sich Patientinnen einem verantwortungsbewussten Facharzt anvertrauen und um Billigangebote einen Bogen machen. „Preis-Dumping geht immer auf Kosten der Sicherheit und Gesundheit. Auch finanziell gesehen wird es im Fall einer verunglückten Brustvergrößerung oder Brustverkleinerung am Ende meist teurer“, sagt Dr. Cornelius Grüber. Immer wieder kommen Patientinnen ins HANSEATICUM, die den erfahrenden Plastisch-Ästhetischen Chirurgen aufsuchen, z.B. nach einer verpfuschten Operation im Ausland. „Das Problem im Ausland ist der mangelnde Versicherungsschutz. Geht bei einer Brust-OP etwas schief, fühlt sich meist niemand zuständig. Auch die deutschen Gerichte nicht.“ Besteht Gefahr für die Gesundheit, wie bei lebensgefährlichen Entzündungen, übernimmt die Krankenkasse zwar die Kosten für den Eingriff und die Entfernung der Implantate. Muss die Brust aber danach kosmetisch wiederhergestellt oder ein neues Implantat eingesetzt werden, zahlt die Patientin die Rechnung selbst. Am besten ist es, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen und sich direkt an einen qualifizierten Mediziner zu wenden.

Das A und O: Den richtigen Arzt finden 

Berufsbezeichnungen wie „Schönheitschirurg“, „ästhetischer Chirurg“ oder „kosmetischer Chirurg“ sind nicht geschützt – jeder niedergelassene Arzt darf sich so nennen. Lediglich der „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ oder – so die ältere Bezeichnung – der „Facharzt für Plastische Chirurgie“ hat eine 6-jährige Ausbildung in dem Fachbereich absolviert und eine entsprechende Facharztprüfung bestanden.  „Das Lernen hört aber nie auf“, wissen Dr. Cornelius Grüber und seine Kollegin Dr. Sonja Tomschik. Die Fachärzte für Plastisch-Ästhetische Chirurgie nehmen regelmäßig an Kongressen und Fortbildungen teil, um über jede technologische Weiterentwicklung informiert und auch in Sachen Sicherheitsstandards stets auf dem neuesten Wissensstand zu sein. Übrigens: Ein guter Arzt hat nichts dagegen, wenn Patienten ihn im Beratungsgespräch nach seiner Qualifikation fragen und ihn bitten, sein Können z.B. mit Zertifikaten oder Vorher-Nachher-Fotos aus seinem Archiv zu dokumentieren. 

Der Material-Check: Mit Sicherheit die besten Implantate

Wie vor einigen Jahren der Skandal um undichte PIP-Implantate aus Frankreich gezeigt hat, ist auch das verwendete Implantat ausschlaggebend für den Erfolg einer Brustvergrößerung. Im HANSEATICUM verwenden die behandelnden Ärzte nur Brustimplantate, die CE-zertifiziert sind oder von der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) zugelassen wurden und deren Sicherheit mit seriösen Studien belegt ist. Hochwertige Implantate enthalten dickflüssiges Silikon-Gel in einer doppelwandigen Silikonhülle. Da die Implantate nicht auslaufen können, entfällt diese Gefahrenquelle von vornherein. 

Ein Meilenstein in der Entwicklung sind spezielle Leicht-Implantate, die bei gleichem Volumen etwa 30 Prozent weniger wiegen als vergleichbare konventionelle Implantate. Patientinnen, die nach einer Tumorentfernung eine wiederherstellende Brustoperation planen, aber auch Frauen, die ein schwaches Bindegewebe haben oder eine Vergrößerung um mehrere Körbchengrößen wünschen, profitieren von den B-Lite Implantaten: Sie heilen schneller ein, die Narbenbildung ist reduziert und es kommt seltener zu einem Verrutschen der Implantate oder eine Kapselfibrose. Mammografien sind einfacher möglich, da die Leichtgewichte für Röntgenstrahlen besser durchlässig sind. Und: Die Brust bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit länger in Form. 

In einem ausführlichen Beratungsgespräch planen die plastischen Chirurgen des HANSEATICUMs gemeinsam mit ihren Patientinnen den operativen Eingriff zur Brustvergrößerung bis ins Detail – und sprechen natürlich auch das Thema „Komplikationen und Risiken“ an.  

Während und nach der Brust-OP: Die Risiken im Überblick

Frauen entscheiden sich aus ganz unterschiedlichen Gründen für eine Brustvergrößerung, etwa weil sie ihre Brüste als zu klein empfinden, sie durch Schwangerschaft und Stillzeit hängen, durch eine starke Gewichtsreduktion erschlafft sind oder altersbedingt die Form verloren haben. Schwerwiegende Komplikationen während und nach der Operation sind selten, wenn ein erfahrener plastischer Chirurg den Eingriff vornimmt – und wenn die Patientin den Heilungsprozess durch umsichtiges Verhalten unterstützt.  

Mögliche Risiken während der Operation sind: 

  • Verletzungen der Milchgänge: Bei einem Unterbrustfaltenschnitt oder Achselschnitt ist eine Verletzung der Milchdrüsen äußerst unwahrscheinlich. Beim Brustwarzenschnitt als Zugangsweg für Implantate ist das Risiko leicht erhöht. Ist die Kinderplanung noch nicht abgeschlossen, wird der plastische Chirurg einen anderen Zugang wählen.
  • Sensibilitätsstörungen: Wie bei jedem chirurgischen Schnitt werden bei der Brustvergrößerung winzige Nervenfasern durchtrennt, die sich aber in relativ kurzer Zeit regenerieren.  
  • Verletzung des Brustmuskels: Bei der Positionierung des Implantats unter dem Brustmuskel kann das Gewebe kurzfristig in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Schmerzen ähneln einem stärkeren Muskelkater und können bis zu drei Wochen anhalten.

Zu ernsthaften postoperativen Komplikationen kommt es selten:        

  • Nachblutungen und Blutergüsse: Am häufigsten, in etwa 3 Prozent aller Fälle, kommt es in den Tagen nach der Operation zu leichten Nachblutungen. Auch Blutergüsse gehören zu den normalen Nebenwirkungen. Ihre Entstehung kann durch Drainagen vorgebeugt werden. 
  • Asymmetrie: Wenn die Brüste unterschiedlich groß wirken, ist das meist eine Folge von Schwellungen nach der OP, die sich innerhalb weniger Wochen zurückbilden.
  • Wundinfektionen und Wundheilungsstörungen: Das Risiko einer Wundinfektion liegt statistisch betrachtet bei etwa 1 Prozent. Infektionen, die oberflächlich oder tiefer stattfinden können, werden mit Antibiotika, desinfizierenden Druckverbänden, Wundpflastern behandelt und durch Kühlung gemildert. 
  • Thrombose: Sie zählt ebenfalls zu den sehr seltenen Komplikationen und wird medikamentös behandelt. 
  • Kapselfibrose: Sie kann im ersten Jahr nach der Operation auftreten. Dabei bildet sich als Reaktion auf den Fremdkörper eine harte Gewebekapsel um das Brustimplantat. Moderne Implantate und verbesserte Operations-Techniken senken das Risiko deutlich. Kommt es trotzdem dazu, sollte sich die Verhärtung durch Massagen und warme Bäder innerhalb weniger Tage von selbst lösen. Tut sie das nicht oder werden die Schmerzen stärker, kann nur der Arzt helfen.
  • Narbenbildung: Meistens verheilen Schnitte im Bereich der Brust unauffällig. Frauen, die zu überschießender Narbenbildung neigen, können das Gewebe mit speziellen Salben behandeln. Bleibt die Behandlung erfolglos, kann eine Dermabrasion helfen, die Narben zu glätten.
  • Dehnungsstreifen an der Brust: Das Risiko von Dehnungsstreifen an der Brust ist nach Brustoperationen äußerst gering. Sie können hauptsächlich beim Einsatz extrem großer Implantate entstehen, wenn dauerhafter Zug die Haut überfordert.
  • Verrutschte Implantate: Ob ein Brustimplantat verrutscht oder nicht, hängt entscheidend von der Qualität des Implantats und den Fähigkeiten des Chirurgen ab. Damit die Silikonkissen den notwenigen Halt bekommen und optimal mit dem umliegenden Gewebe verwachsen können, muss vor dem Einsatz eine Implantattasche geformt werden. Ist sie zu groß, erhöht sich das Risiko einer Verschiebung enorm. 
  • Waterfall-Deformity:  Diese Form der Dislokation kann bei schwachem Brustgewebe auftreten. Das Gewebe über dem Implantat sackt nach unten weg. An der Außenkontur bilden sich bis zur Brustwarze zwei Erhebungen. 
  • Bottoming out: Die Brustimplantate hängen bei diesem Phänomen zu tief nach unten, wodurch die Brustwarzen optisch zu hoch wirken. Bei schlanken Frauen tritt das Bottoming out häufiger auf und kann durch einen kleinen chirurgischen Eingriff korrigiert werden.
  • Rippling: Diese sicht- und fühlbare Faltenbildung trat vermehrt bei älteren Brustimplantaten auf, die mit flüssigem Silikon gefüllt waren und über dem Brustmuskel saßen. 
  • Double Bubble: Dieses Phänomen entsteht, wenn der Durchmesser des Implantats im Vergleich zur Brust zu breit ist und das Implantat nicht in die Brustfalte fällt, sondern nach vorne und zur Seite drängt. 

So entscheidend die Qualifikation des Plastisch-Ästhetischen Chirurgen und die Wahl der richtigen Implantate für eine erfolgreiche Brustvergrößerung sind, so wichtig ist das Verhalten der Patientin nach dem Eingriff. Damit die Implantate richtig einwachsen und die Narben gut verheilen können, gilt für die ersten 4 bis 6 Wochen: keine Stützbewegungen der Arme, keine schnellen Streckbewegungen nach oben, kein schweres Heben. Je nach Tätigkeit sollten Sie sich darauf einrichten, zwischen 7 und 14 Tagen nicht arbeitsfähig zu sein. Das Tragen eines Kompressions-BHs für etwa 6 Wochen (Tag und Nacht) gehört nach Brustoperationen zum Standard und ist essentiell für den Halt des Implantats in der Brust.

Risiken bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett

Eine Alternative zu Silikon-Implantaten ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett: Diese Methode ist ideal für Frauen, die sich bewusst gegen Implantate entscheiden und nur eine moderate Vergrößerung wünschen. Dr. Cornelius Grüber: „Das Material ist körpereigen, kommt somit aus sicherer Quelle und verursacht, im Gegensatz zu Silikonimplantaten, kein Fremdkörpergefühl.“  

  • Abstoßungsreaktionen und Risiken wie die Kapselfibrose entfallen vollständig und auch die Infektions-Gefahr ist deutlich niedriger als bei Implantaten. 
  • Es bleiben so gut wie keine Narben zurück, da lediglich minimale Einstiche für die Kanülen notwendig sind.

Mehr als ein Volumengewinn von einer halben bis ganzen Körbchengrösse ist allerdings pro Eingriff nicht möglich. Ein Eigenfett-Transfer kann aber problemlos wiederholt werden. Nach dem Eingriff können Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse auftreten, die nach ein bis drei Wochen abklingen. Führt ein erfahrender Arzt den Eingriff durch, kommt es selten zu Komplikationen wie Infektionen, Nervenverletzungen, Wundheilungsstörungen, der Bildung von Ölzysten, Thrombosen, Verhärtungen oder Gewebe-Nekrosen. Sollten die Fettzellen ungleich einwachsen, kann es zu einer Asymmetrie kommen, die sich mit einem erneuten Eigenfettransfer problemlos korrigieren lässt.